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Unterschied E-Geige zur akustischen Geige

24. März 2014

Heutzutage sind vor allem zwei Formen der Geige verbreitet: Die klassische, akustische Geige und die E-Geige (Kurzform für elektrische Geige). Doch in welchen Merkmalen unterscheiden sich diese beiden Formen konkret?

Unterschied zwischen E-Geige und akustischer GeigeGeigen (oder auch Violinen genannt) zählen zu den klassischen Streichinstrumenten, doch werden sie längst nicht nur in der Klassik verwendet. Unter anderem haben sie heutzutage auch einen festen Platz in der Rock- sowie Popmusik, wobei ihre steigende Beliebtheit innerhalb der Moderne außergewöhnlichen Künstlern wie Lindsey Stirling zu verdanken ist.

Geigen werden heutzutage nicht nur nach dem traditionellen, italienischen Prinzip hergestellt, sondern auch in elektrischer Form. So stellt sich nun natürlich die Frage, welche Unterschiede zwischen den akustischen Violinen und den elektrischen Geigen bestehen.

Einen kleinen Vorgeschmack erhalten Sie im Bild auf der rechten Seite. Hier sehen Sie eine klassische akustische Geige (links) und eine E-Geige (rechts).

Klangvermögen und innerer Aufbau

Wer ein gutes Gehör besitzt, der sollte in der Lage sein, den minimalen Tonunterschied zwischen akustischer und E-Geige zu bemerken. Tatsächlich rührt die Abweichung der elektrischen zur akustischen Geige nur daher, dass bestimmte Modelle der E-Geige nicht auf dem Korpus der klassischen Bauweise basieren, sondern gänzlich auf den typischen Hohlraum der Streichinstrumente verzichten.

Der Klang von manchen elektrischen Geigen gleicht dennoch der traditionellen Fassung, da auch A-Geigen mit elektrischem Tonabnehmer bereits als E-Geigen eingestuft werden. Wie herkömmliche Streichinstrumente erzeugen sie mechanische Schwingungen, welche der elektro-akustische Wandler jedoch in elektrische Spannungen bzw. Audiosignale umwandelt.

Bei modernen Konzerten beispielsweise ist es üblich, den Vorteil von E-Geigen mit dem unverfälschtem Klang der traditionellen Version zu verbinden, um einen optimalen Sound zu erzeugen. Zusätzlich können E-Geigen durch das Anschließen eines Synthesizers dazu verwendet werden, vollkommen andersartige Töne zu erzeugen, wodurch sie ähnlich wie Keyboards zu unterschiedlichen Klangeffekten fähig sind.

Äußere Unterschiede

Es ist nicht nur der Hohlraum, welcher elektrische Geigen von ihren Artverwandten abhebt. Auch optisch unterscheiden sie sich bisweilen extrem von der altehrwürdigen Tradition.

Wenn von reinen E-Geigen gesprochen wird, dreht es sich im Endeffekt um ein Griffbrett, welches nur noch über die klassischen Saiten verfügt, während alle anderen für ein Streichinstrument typischen Anforderungen durch einen Hauch von Technik erfüllt werden. Dadurch unterliegen die elektrischen Geigen fast keiner Einschränkung, wenn es um ihre Gesamtform geht, da die Klangerzeugung nicht länger von dem Korpus abhängt.

So genießt die Struktur der E-Geigen nicht nur eine große Vielfalt, sondern vor allen Dingen auch den Einfluss der heutigen Kunst. Ausgefallene Modelle mit Rundungen und Kanten sind die Norm – eine S-förmige elektrische Geige oder aber ein dem Dollar-Zeichen gleichendes Modell sind hierbei noch simpler Natur. Geigenmacher wie beispielsweise die Yamaha Corporation sind bekannt für ihre interessanten Formen.

Umgangsweise

Zu glauben, dass E-Geigen leichter zu handhaben seien – beziehungsweise ihre Verwendung schneller zu erlernen sei als die der akustischen Violinen, erweist sich als großer Irrtum. Das Spiel der beiden Varianten ist trotz ihrer äußerlichen und technischen Unterschiede identisch, sodass ein Anfänger auch mit den elektrischen Streichinstrumenten nicht vorzeitig zum Meister werden kann.

Der eigentliche Unterschied zwischen den Instrumenten besteht darin, welche Vorstellungen der einzelne Violinspieler hat. Das Mitglied einer Band tendiert aufgrund ihrer Lautstärke und Vielfältigkeit eher zur E-Geige , während akustische Streichinstrumente von einem traditionellen Geigenspieler vorgezogen werden.